Wirtschaft in Corona-Zeiten: Pandemiegerechte Arbeitsbedingungen schaffen, Anwesenheiten in Unternehmen und Betrieben minimieren

Die Infektionszahlen lassen keinen Spielraum zu: Solange noch keine signifikante Zahl von Menschen geimpft wurde, kriegen wir die Corona-Pandemie nur durch konsequente Maßnahmen in den Griff. Doch diese dürfen eben nicht nur den privaten Bereich betreffen. Ich bin den vielen sächsischen Unternehmen dankbar, die ebenso Verantwortung übernehmen und die Präsenz ihrer Beschäftigten bereits stark reduziert haben. Leider erreichen mich aber nach wie vor auch Berichte über Arbeitgeber, die sich konsequenten Maßnahmen verweigern. Das ist gefährlich. Unnötige Anwesenheitspflicht betrifft oft Büroarbeit. Voll besetzte Großraumbüros stellen ein vermeidbares Infektionsrisiko dar. Auch im Sinne des Arbeitsschutzes können in Unternehmen und Handwerksbetrieben weitere Maßnahmen helfen. Das Ausreichen von FFP2-Masken für die Mitarbeitenden sowie betrieblich organisierte regelmäßige Schnelltests sind weitere Möglichkeiten, um auch in Betrieben zusätzlichen Schutz zu bieten. Für Letztere gibt es mittlerweile auch in Sachsen ein produzierendes Unternehmen. Das sollten der Freistaat und die Unternehmen nutzen. Es ist für mich nicht erklärbar, dass Schulen schließen müssen und gleichzeitig Großraumbüros weiter besetzt werden. Überall dort, wo es möglich ist, braucht es das Recht auf Homeoffice und die Unterstützung durch die Arbeitgeber. Für alle anderen müssen flexible Lösungen gefunden werden, um die Kontakte auch im Arbeitsleben auf ein Minimum zu reduzieren. Nur gemeinsam und auf allen Ebenen können wir die Corona-Pandemie bewältigen.

Arbeit & Wirtschaft | | 15.01.2021

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